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Ko Phi Phi: Thailands bekanntester „Beach“

ko phi phi thailandThailands bekanntester „Beach“ ist auch gleichzeitig der überlaufenste des Landes: Ko Phi Phi – genauer Maya Bay auf Ko Phi Phi Le, der kleineren der beiden Schwesterinseln. Dennoch: Thailands Tourismusindustrie profitierte vom Kinofilm „The Beach“, in dem Leonardo di Caprio seinen absoluten Traumstrand gefunden hat. Mit dem Kinoerfolg kamen nämlich Millionen Touristen nach Thailand um den verwunschenen einsamen Strand aus dem Film zu suchen. Seitdem kommen täglich Hunderte Longtail- und Speed-Boote auf die kleine Insel und bringen Tausende Besucher in die Maya-Bay. Das Ergebnis dieses Massentourismus: Es stinkt nach Diesel und die Touristen treten sich gegenseitig auf die Füße.

Mit dem Speedboot nach Ko Phi Phi

ko phi phi thailandEs geht frühmorgens los: Um 7:45 Uhr werden wir mit einem Kleinbus am Hotel in Kata abgeholt. Der Bus ist noch leer, wir machen es uns auf der Rückbank bequem. Die nächste Stunde verschwenden wir damit weitere sechs Hotels abzuklappern und den Minibus bis auf den letzten Platz vollzustopfen – sogar eine Art Notsitz zwischen Fahrer und Beifahrer wird bespielt. Dann geht es endlich raus aus Kata in Richtung Chalong, von dessen Pier alle organisierten Bootstouren nach Ko Phi Phi starten. Dort gibt es einen Aufkleber auf die Brust, damit man weiß zu welcher Gruppe man gehört, bzw. in welches Speedboot man nachher einzusteigen hat.

Lustige Sicherheitseinweisung durch Ladyboy

ko phi phi thailandEs folgt eine Art Sicherheitseinweisung, die jedoch ziemlich lustig von einem etwas in die Jahre gekommenen sehr tuntigen Ladyboy aufgeführt wird. Sehr zum Verdruss einiger offensichtlich hassgeprägter russischer Touristen, was das Ganze noch viel lustiger macht. Unser etwas dicklicher Tourguide wird uns als „Ball“ vorgestellt – der Humor der Thai bei der internationalisierung ihrer Vornamen trägt ja oft seltsame Blüten. Danach gehts mit „Ball“ im Gänsemarsch rauf aufs am Strand geparkte Speedboot.

Ruppige Überfahrt bei hohem Seegang

Die Überfahrt war recht ruppig! Wir hatten hohen Seegang. Wer das Abenteuer liebt, keine Angst vor Nässe und dauerhaften Rückenleiden hat, der setzt sich wie ich ganz vorne auf Deck. Wer auf Nummer sicher gehen will, der sucht sich ein Plätzchen drinnen – je weiter hinten, desto geringer der Seegang.

Nach einer halben Stunde erreichen wir Ko Phi Phi Le und landen in der Maya Bay. Traumhaft schön sieht das aus. Das Wasser ist türkis und kristallklar. Die bewaldeten Felsen wirken unwirklich, wie eine Filmkulisse. Und: Es sieht genauso aus wie im Film. Also fast. Wären da nicht die gut 30 weiteren Speedboote und die knapp 1000 Touristen.

Ko Phi Phi: Schöne Kulisse für den Massentourismus

toilette ko phi phiDer Aufenthalt dauert 90 Minuten und das reicht auch ehrlich gesagt. Es ist laut und voll und außer der bekannten Kulisse ist auf der Insel nichts zu sehen. Kaum zu glauben, dass einige Urlauber es tatsächlich schaffen, ein Urlaubs-Foto zu schießen, auf dem man die Illusion einer einsamen Bucht hat. Denn einsam wird es hier erst nach Anbruch der Dunkelheit, wenn die letzten Speedboote die Insel verlassen haben.

Immerhin: Es gibt so etwas wie eine Toilettenanlage. Also zumindest für ganz Hartgesottene oder solche, die es nicht mehr einhalten können. Obwohl unter freiem Himmel stinkt es dort nämlich zum Himmel, was auch daran liegt, dass die Sickergruppe nahezu offen ist und die Flüssigkeiten aus den Urinalen gleich direkt im Erdreich versickern. Kein schönes Erlebnis!

Camping auf Koh Phi Phi

Wer Ko Phi Phi in aller Stille und nahezu menschenleer erleben will, der hat die Möglichkeit dort zu campen. Im Innern der Insel befindet sich ein kleines Zeltlager, ohne große Infrastruktur sind diese einfachen aber begehrten Schlafstätten. Einige Reiseanbieter haben das Abenteuer Maya Bay im Programm und lassen sich die Nacht auf dem kleinen und einfachen Campingplatz allerdings teuer bezahlen!

Schnorcheln und dann zur Affeninsel

affen Ko phi phiDie Tour geht weiter. Wir halten irgendwo zwischen zwei Felsen und dürfen raus zum Schnorcheln. Clownsfische („Findet Nemo) soll es hier geben. Wir haben keine gesehen, dafür große Schildkröten. Super! Dann ein weiteres Highlight: Die Affenbucht! Eine richtig freche Affenbande wird hier von Touris Bananen gefüttert und mit Cola verrsorgt. Okay, das ist jetzt vielleicht nicht gerade artgerecht, aber es macht tierisch Spaß!

Fazit: Trip nach Ko Phi Phi lohnt sich

Danach gehts mit dem Boot auf die unspektakuläre größere Schwesterinsel Ko Phi Phi Don. Dort gibt es ein Mittagessen und wir bekommen ein paar Stunden Zeit um am langweiligen Strand herumzuliegen und auf die Massen an geparkten Speedbooten zu starren. Danach gehts zurück nach Phuket, wo wir wieder in die Minibusse gestopft und zum Hotel zurückgebracht werden.

Insgesamt lohnt sich ein Trip nach Ko Phi Phi. Je nach Verhandlungsgeschick kostet er überrigens 800 bis 1.500 Baht. Wir waren nicht so gut und haben trotz Feilschen 1.200 Baht gezahlt und waren darauf stolz. Bis wir auf fünf robuste australischen Ladies mit der morgendlicher Gin-Fahne in unserem Bus trafen: Sie haben für die selbe Tour tatsächlich nur 800 gezahlt.

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