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Berlin Brandenburger Tor

Berlin an einem Tag

Städtetrips sind auch in diesem Jahr wieder total im Trend. International sind laut dem aktuellen Global Destination Cities Index zwar Bangkok, London und Paris bei Touristen die beliebtesten Städte, aber auch die deutsche Hauptstadt Berlin holt in den letzten Jahren mächtig auf. Leider sind auch die Hotelpreise deutlich angezogen. Man muss aber nicht unbedingt in Berlin übernachten. Man kann auch an einem Tag viel von der deutschen Hauptstadt sehen.

Berlin vom Hauptbahnhof zum Kohlosseum

Bahnhof Berlin
Der Berliner Hauptbahnhof

Wir beginnen unsere Tour am Berliner Hauptbahnhof um 10 Uhr morgens. Um diese Uhrzeit sind die Frühzüge aus nahezu allen Winkeln der Republik in der Hauptstadt eingetroffen. Erstes Highlight ist der Bahnhof selbst. Der viertgrößte Bahnhof Deutschlands zeichnet sich nämlich durch eine äußerst beeindruckende Architektur aus – vor allem der Glastunnel.

Vom Bahnhof aus gelangt man über eine elegante Fußgängerbrücke auf die andere Seite der Spree. Damit die Tour nicht gleich stressig wird, genehmigen wir uns erst mal einen kleinen Kaffee in der Strandbar, die gerade öffnet.

Bundeskanzleramt
Das Kanzleramt: Hier wir regiert

Danach geht es gestärkt weiter zum Kanzleramt. Helmut Kohl ließ das etwas eigenartig anmutende, monumentale Gebäude errichten. Seinem Nachfolger Gerhard Schröder war es nur Hohn und Spott wert. Wie Schröder sehen es übrigens auch die Berliner, die dem Kanzleramt die Spitznamen „Kohlosseum“, „Elefantenklo“ und den heute noch gängigen Namen „Kanzlerwaschmaschine“ verpasst haben. Heute regiert hier Angela Merkel, die das Gebäude bislang unkommentiert ließ.

Der Deutsche Bundestag im Reichstag

Deutscher Bundestag
Das deutsche Parlament tagt hier

Wir drehen uns um 120 Grad und blicken schräg auf den Reichstag. Unser nächstes Ziel. Eigentlich handelt es sich um den Deutschen Bundestag, der seit dem Umzug des Parlaments von Bonn nach Berlin im alten Reichstagsgebäude eine neue Heimat gefunden hat. Das Reichstagsgebäude grenzt an eine riesige grüne Freifläche, die das Gebäude noch imposanter wirken lässt.

Wer nicht auf wilhelminische Klotz-Architektur steht, für den gibt es die von Star-Architekt Norman Foster gestaltete Reichstagskuppel zu bestaunen. Kuppel und Dachterrasse des Reichstagsgebäudes können übrigens kostenlos besichtigt werden. Eine Besichtigung ist jedoch nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Es können sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen anmelden. Im Internet gibt es ein Anmelde-Formular.

Der Tiergarten und die Gedenkstätten

Vom Reichstag geht es über den Simsonweg quer durch einen Ausläufer des Tiergartens in Richtung Brandenburger Tor. Auf der rechten Seite erreichen wir nach 200 Metern das sowjetische Ehrenmal, das kleinere der beiden Siegerdenkmäler, die sich die Rote Armee in Berlin gesetzt hat. Ein etwas dicklicher bronzener Rotarmist steht in heroischer Pose auf einem gigantischen Steinsockel.

Sinti und Roma Mahnmal
In Mitte finden sich viele Gedenkstätten

Wieder zurück auf dem Simsonweg erreichen wir nun die Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus ermordeten europäischen Sinti und Roma. Ein stiller Ort der Besinnung. Außerhalb wird man sogleich von bettelnden Roma-Kindern bedrängt, Postkarten oder anderen Nippes zu kaufen oder eine persönliche Stadtführung zu buchen. Man sollte hiervon absehen.

Wir gehen weiter geradeaus, lassen das Brandenburger Tor links liegen und erreichen ein weiteres berühmtes Berliner Mahnmal: Das Mahnmal der ermordeten Homosexuellen in der NS-Zeit. Das 3,60 Meter hohe Steinmonument lässt einen Blick in sein Inneres zu. Man sieht dort ein Video eines Kusses zwischen zwei Männern, neuerdings im Wechsel mit einem Kuss von zwei Frauen. Letzterer ist historisch umstritten, da nur Männer wegen Homosexualität in den Konzentrationslagern ermordet wurden.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das wohl berühmteste und größte Mahnmal: Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas oder auch kurz Holocaust-Mahnmal. Auf 19.000 Quadratmetern stehen hier 2711 bis zu 4,70 Meter hohe Steinquader, die an Grabsteine erinnern. Man kann das Denkmal begehen und es gibt auch ein Museum.

Lesen Sie wie es mittags weiter geht in „Berlin an einem Tag“

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