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Berlin Mitte Tiergarten

Berlin an einem Tag – Der schöne Osten

In Teil drei unseres Tagesausflugs durch Berlin begeben wir uns zunächst auf die Suche nach den Überbleibseln der DDR. Und die sind gar nicht so leicht zu finden. „Erichs Lampenladen“, der Palast der Republik? Längst abgerissen! Der Checkpoint Charlie? Nur noch eine billige Kopie! Aber es gibt noch echte Spuren des geteilten Deutschlands in Berlin.

Berliner Mauer und Berliner Doppeldecker

Berliner Mauer Museum
Die letzten Reste der Berliner Mauer

Wir gehen also weiter die Friedrichstraße entlang, die schließlich zur Chausseestraße wird und erreichen nach ungefähr einem Kilometer auf der rechten Seite die Bernauer Straße. Am Nordbahnhof vorbei, wo es eine sehenswerte Ausstellung über Geisterbahnhöfe gibt, erreichen wir das Mauermuseum Berlins – offiziell: Gedenkstätte und Dokumentationszentrum Berliner Mauer. Auf dem Areal der Gedenkstätte befindet sich das letzte Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist und einen Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen zum Ende der 1980er Jahre vermittelt. Die Mauer wird sogar wieder aufgebaut. Künftig wird man hier an 1,4 Kilometer Mauer entlang gehen können. Beklemmemd: Entlang einer Wand sind alle Mauertoten mit Fotos zu sehen.

Nach 30 Minuten ziehen wir weiter – jetzt zum ersten Mal mit dem Bus. Es geht im berühmten Berliner Doppeldecker weiter: Erst mit der Linie 245 zum Hauptbahnhof und dann mit dem Bus 147 zur Französischen Straße, wo uns das nächste Highlight erwartet.

Gendarmenmarkt und Alexanderplatz

Berlin Mitte Sightseeing
Perfektes Ensemble: Gendarmenmarkt

Und zwar der Gendarmenmarkt, der sich nur wenige Minuten entfernt befindet. Der Gendarmenmarkt gilt als der schönste Platz Berlins. Das liegt weniger am Platz selbst als an den drei monumentalen Bauten, die sich auf ihm befinden: dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Konzerthaus.

Der Platz entstand Ende des 17. Jahrhunderts als sich französische Einwanderer, hauptsächlich aus Frankreich vertriebene protestantische Hugenotten, in diesem Viertel ansiedelten. Der Platz fungierte als Marktplatz unter verschiedenen Namen bis er schließlich 1799 seinen heutigen Namen bekam. Gendarmenmarkt deshalb, da dort die Wache und die Ställe des Garderegiment „Gens d´armes“ angesiedelt waren.

Museumsinsel, Dom und Alexanderplatz

Berliner Dom Museum
Hohenzollern-Dom

Da es nun schon früher Abend ist, gehen wir zügig über die angrenzende Französische Straße weiter, über die Straße Werderscher Markt und erreichen die weltberühmte Museumsinsel. Für die Besichtigung eines der Museen ist es jetzt zwar zu spät. Die Gebäude machen aber auch von außen einiges her. Außerdem gibt es hier auch noch den Berliner Dom, der zwar Eintritt kostet, den wir aber trotzdem besichtigen. Anschließend geht es zu Fuß weiter zum Alexanderplatz. Einem weiteren unverkennbaren Überbleibsel aus der DDR-Zeit mit seiner genialen „Weltzeituhr“. Von hier aus geht es dann via S-Bahn schnell zurück zum Hauptbahnhof. Es ist nun 19 Uhr und wir erreichen noch alle Züge in alle Winkel der Republik!

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